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Sozialpsychologie des
Internet Nicola Döring Hogrefe - Verlag für Psychologie 1. Auflage (1999) Diese Website bezieht sich nur auf die 1. Auflage. Informationen zur vollständig überarbeiteten und erweiterten 2. Auflage (2003) befinden sich auf der Publikationsliste. |
[Preis] [Umfang] [Umschlag] [Inhalt] [Rezensionen] [Leseproben] [Literatur] [Kapitel] [Korrekturen] [Autorin] |
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| Preis | Preis: DM 69,-- /
sFr. 60,-- / öS 504,-- ISBN 3
- 8017 - 1255 - 9
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| Umfang | 516 Seiten,
zahlreiche Tabellen und Abbildungen
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| Umschlag | Softcover-Umschlag
mit Grafik von Monika Webers (Saarbrücken)
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Inhalt |
Das Buch liefert
eine umfassende und systematische Aufarbeitung sozialpsychologischer Bedingungen, Merkmale
und Folgen der Internet-Nutzung. Die unterschiedlichen Formen zwischenmenschlicher
Textkommunikation im Netz werden differenziert beschrieben und die zehn wichtigsten
Theorien zur computervermittelten Kommunikation diskutiert. Weiterhin zeigt das Buch auf,
wie und mit welchen Ergebnissen die gängigen sozialpsychologischen Identitäts-,
Beziehungs- und Gruppentheorien auf den Internet-Kontext anwendbar sind.
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| Rezensionen |
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| Leseproben | Als Leseproben
stehen die Einführung (S. 11-14) sowie drei Unterkapitel zur
Verfügung: Kap. 1.4 Gesellschaftliche Bedeutung des Internet (S. 27-32) Kap. 4.7 Popularität sexualbezogener Internet-Angebote (S. 160-169) Kap. 5.5 Ethische Probleme der Internet-Forschung (S. 201-206) Die jeweiligen Online-Texte sind durch zahlreiche externe Links angereichert (z.B. Verweise auf die Homepages von Institutionen oder wichtigen Autorinnen und Autoren). Zudem steht das komplette Literaturverzeichnis (S. 477-503) der Arbeit hier zur Verfügung. Von allen verwendeten Online-Quellen wurden zusätzlich lokale Kopien erstellt, um das Material auch zukünftig verfügbar zu halten. Geboten wird also ein kleines Online-Archiv zur sozialwissenschaftlichen Netzforschung.
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Kapitel |
1 Kennzeichen des Internet
2 Zeitversetzte Kommunikation im Internet
3 Zeitgleiche Kommunikation im Internet
4 Die Internet-Population und ihre Nutzungsmuster
5 Methodische Erfassung computervermittelter Kommunikation
6 Theoretische Modellierung computervermittelter Kommunikation
7 Identitäten und Internet
8 Soziale Beziehungen und Internet
9 Gruppen und Internet
10 Diskussion Anhang
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| Korrekturen | Inhalte:
In Kap. 4.7 fehlt auf Seite 168 der aktuelle Stand zum CDA (Communication Decency Act) und zum Nachfolge-Gesetz COSA (Child Online Protection Act). Dieser Mangel ist in der Online-Version von Kap. 4.7 behoben. In Kap. 6.3 fehlt eine Erwähnung des Messaging Threshold-Ansatzes von Fraser Reid et al. (1996). Der Messaging Threshold-Ansatz (Reid, Malinek, Stott & Evans, 1996) präzisiert die Grundaussage des Modells der rationalen Medienwahl, demgemäß wir in Abhängigkeit von Situation und Kommunikationsaufgabe bewusst entscheiden, welches Medium wir nutzen oder nicht nutzen (Kosten-Nutzen-Kalkül). Bei rationaler Medienwahl (die durchaus auch emotionale Konsequenzen der Mediennutzung einbezieht) erweist sich computervermittelte Kommunikation per definitionem als nützlich und nicht als schädlich. Der Messaging Threshold-Ansatz geht davon aus, dass aktive Beteiligung an computervermittelter Kommunikation (z.B. Mitteilung an eine Mailingliste schicken) es erfordert, zunächst eine vornehmlich technisch bedingte Hemmschwelle (threshold) zu überwinden (z.B. Computer und Modem einschalten, Mailprogramm öffnen, Botschaft tippen, Adresse heraussuchen usw.), während eine mündliche Bemerkung oder nonverbale Reaktion spontan veräußert wird und keiner entsprechenden Vorbereitung oder Anstrengung bedarf. Gemäß Messaging Threshold-Ansatz wird die Hemmschwelle zur aktiven Beteiligung an computervermittelter Kommunikation situationsbedingt immer dann überwunden, wenn die intendierte Mitteilung dringlich (urgency) und/oder relevant (relevance) ist. Urgency und Relevance sind als Präzisierungen der Nutzen-Komponente im Kosten-Nutzen-Kalkül anzusehen und ihrerseits situationsabhängig: Bei der Teilnahme an einer wissenschaftlichen Chat-Diskussion, in der es mir und anderen primär um Fachinformationen geht, werde ich kaum Beiträge schicken, die rein sozioemotionale Bedeutung haben, denn diese erscheinen im betreffenden Kommunikationskontext weder dringlich noch wichtig genug, als dass ich dafür die Mühe des Tippens auf mich nehme. Befinde ich mich dagegen in meinem angestammten geselligen Chat-Forum, wo es mir darum geht, Bekannte auf mich aufmerksam zu machen und Spaß zu haben, werde ich viele - ggf. auch belanglos erscheinende - Mitteilungen tippen, denn in der aktuellen Situation für meine Bezugsgruppe sichtbar zu sein, erfüllt gerade die Kriterien der urgency und relevance. Der Messaging Threshold-Ansatz als nutzerzentrierter Ansatz wendet sich explizit gegen die technikdeterministische Auffassung des Filter-Modells (siehe Kap. 6.2) und betont im Sinne der Medienökologie die soziotechnischen Nutzungskontexte (Kap. 6.11). Empirische Evidenzen für den Messaging Threshold-Ansatz wurden in Laborexperimenten gewonnen, in denen sich herausstellte, dass in Abhängigkeit von Gruppenkontext und Kommunikationsaufgabe, die Beitrags-Häufigkeit bei der computervermittelten Kommunikation inhaltsspezifisch variierte und nicht etwa generell reduziert war. Quelle: Reid, F.J.M., Malinek, V., Storr, C.J.T. & Evans, J.St.B.T. (1996). The messaging threshold in computer-mediated communication. Ergonomics, 39 (8), 1017-1037.
Literaturverzeichnis: fehlend: Pantle, H. (1996). Unterschiede
persönlicher Homepages. Hausarbeit an der Humboldt-Universität zu Berlin, Seminar
für Kulturwissenschaft. [Online-Dokument] URL http://www.informatik.hu-berlin.de/~pantle/Arbeiten/Homepages.html fehlend (zitiert auf S. 145): Kielholz, A. (1998). Jugendliche und Internet - Geschlechtsunterschiede in Nutzungsart, Nutzungsmotiven und Einstellung. [Unveröffentlichte Lizentiatsarbeit, Institut für Psychologie, Universität Bern] URL http://visor.unibe.ch/~agnet/ fehlerhaft: Rice, R.E. (1993). Media Appropriateness. Using Social Presence Theory to Compare Traditional and New Organizational Media. Human Communication Research, 19 (4), 451-484. (S. 496)
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Autorin |
Nicola Döring, Dr.
phil., Dipl.-Psych., arbeitet als wissenschaftliche Assistentin am Institut für Medien- und Kommunikationswissenschaft (IfMK) der TU Ilmenau.
Kritische Anmerkungen und Verbesserungsvorschläge zum Buch sowie zur Buch-Homepage sind hochwillkommen. Wenden Sie sich einfach per Email an die Autorin.
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